Jeder, sowohl Fan, Mitglied als auch Spieler, ist getreu des neuen Schalker Leitbildes dazu angehalten, sein Bestes für den Verein zu geben. Heißt das nicht im Umkehrschluss, seinem Verein möglichst keinen Schaden zuzufügen, schon gar nicht absichtlich?
Schaden. Das könnte einerseits ein Schaden finanzieller Natur sein, andererseits aber natürlich auch ein Image-Schaden. Und nun? Fügt ein Spieler, der einen entscheidenden Final-Elfmeter verschießt, dem Verein einen Schaden zu? Irgendwie schon. Absichtlich? Eher nicht. Und was ist mit Zuschauern, die auf Tribünen mit Feuerwerkskörpern hantieren? Die fügen dem Verein doch ganz sicher einen Schaden zu. Auch, wenn sich über den Image-Schaden vielleicht noch streiten lässt, eine Strafzahlung wird in der Regel verhängt. Das weiß jeder, das ist allgemein bekannt. Dem Verein wird also wissentlich Schaden zugefügt. “Sein Bestes für den Verein geben” sieht sicherlich anders aus.
Man darf gespannt sein, wie das Leitbild in Zukunft umgesetzt, und wie mit Zuwiderhandlungen umgegangen wird.
Das Leitbild wurde mit nur einer Gegenstimme verabschiedet.

Ja, Leitbild, toll, großartig, steckt ‘ne Menge Arbeit drin, super!
Sorry, aber mich erinnert das ganze an Dr. Udo Brömmes legendären Wahlspruch “Zukunft ist gut für alle!”
Die Punkte 1 – 3 sind ja noch schön und gut, vor allem sehr konkret. Bereits Punkt 4 ist so schwammig formuliert, dass es mir die Augen verdreht. Und ab Punkt 5 ist es – es tut mir wirklich leid, dass ich das so schreiben muss – eine Aneinanderreihung von Allgemeinaussagen die, eine halbwegs normale Erziehung vorausgesetzt, so selbstverständlich sind, dass man sie nicht in Worte hätte fassen müssen.
Aber OK, in Zeiten in denen jede Pommesbude auf der Internetnetseite die eigene Philosophie beschwört (“wir achten jeden Kunden, jede Kartoffel, jede Bratwurst und behandeln sie auf eine Weise, wie wir selbst behandelt werden wollen, wären wir Kunde, Kartoffel oder Bratwurst”) muss wohl auch der FC Schalke ein Leitbild haben. Und wenn’s nur für das Warme ums Herz ist.
Ich hab’ echt nichts gegen das Leitbild, wirklich nicht. Ich hätte auch dafür gestimmt. Aber ich kann das Bohei, das in den letzten Monaten um dieses Leitbild veranstaltet wurde, echt nicht nachvollziehen. Alles was da drin steht ist für mich sowieso eine absolute Selbstverständlichkeit. Und wer Gedanken hegt, die dem Leitbild nicht entsprechen, wird nun nicht schlagartig seine Meinung ändern und aufhören ein Arschloch zu sein.
Papiertiger trifft es recht gut.
Sehe ich auch im Großen und Ganzen so. Ich brauche sowas nicht, und hätte das im Grunde auch nicht noch mal hier thematisiert, wenn ich mich nicht über die breite Zustimmung zum Leitbild und die meiner Meinung nach gleichzeitige Unvereinbarkeit mit “Pyro” gewundert hätte.
“[...]wenn ich mich nicht über die breite Zustimmung zum Leitbild und die meiner Meinung nach gleichzeitige Unvereinbarkeit mit “Pyro” gewundert hätte.”
Vielleicht waren ja keine Ultras anwesend.
Ansonsten habt Ihr sicherlich beide Recht, wobei normale zivilisierte Erziehung ja heutzutage oft genug leider die Ausnahme ist. Aber auch ich glaube nicht, dass aufgrund des Leitbildes jetzt ein Saulus zum Paulus wird.
Wie Matthias schon richtig sagt: “Und wer Gedanken hegt, die dem Leitbild nicht entsprechen, wird nun nicht schlagartig seine Meinung ändern und aufhören ein Arschloch zu sein.”
P.S.: Wurden bei der JHV eigentlich, als es bei den Kartenpreisen emotional wurde, Bengalos gezündet?! Die sind ja doch angeblich untrennbar mit Emotionen verbunden…
Hm, muss ja. War aber nicht anwesend, daher kann ich nichts dazu sagen.
Vielleicht meldet sich ja noch wer, der vor Ort war. Würde mich brennend interessieren. Im wahrsten Sinne…