Der alte Mann und Podolski

Wenn eine Mannschaft eine ganze Reihe Ausfälle zu kompensieren hat, dann geht das oft nicht spurlos vorbei. Es kommt zu Spielerwechseln und gegebenenfalls taktischen Umstellungen. Die nachrückenden Spieler weisen im Normalfall nicht die Qualität des Stammpersonals auf, und selbst wenn sie nah dran sind, fehlt einfach die Spielpraxis. Es kommt zu Missverständnissen, Fehlpässen und unzureichende Absprachen werden offensichtlich. Und dann steht es nach 4 Minuten 1:0.

Auch wenn – neben Marco Höger, der den Ball verliert – auch Metzelder beim Gegentreffer überhaupt nicht gut aussieht, muss man da wohl Abstriche machen. Podolski kommt mit einem so großen Tempo Richtung Tor, dass der ältere Schalker Kapitän wohl schlicht verhindern will, überlaufen oder umspielt zu werden, also setzt er zum Rückwärtsgang an. Eigentlich keine schlechte Idee. So muss der Stürmer entweder das Tempo rausnehmen, oder eben Schießen. Aus 20 Metern mit Keeper im Tor ein überschaubares Risiko, wenn der Schuss nicht aus Podolskis linkem Fuß kommt. Pech gehabt.

Wieso allerdings ab der 60. Minute das “FC-Syndrom” zum Tragen kam, muss vielleicht eher ein FC-Blogger erklären. Dass es allein an den Umstellungen der Knappen-Elf lag, kann ich mir nämlich beim besten Willen nicht vorstellen. Im Grunde kann es uns aber auch egal sein. Trotz Ausfällen von Leistungsträgern konnte wieder ein deutlicher Sieg eingefahren werden. Man kann derzeit durchaus zufrieden sein.

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2 Comments

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2 Responses to Der alte Mann und Podolski

  1. Ja, es gibt schlimmeres, als wenn unsere Gegner auseinanderfallen… ;-)

  2. Mainz hat ja Sonntag schon gezeigt, dass sie uns zu eben so einem Spiel wie gegen Köln (und auch das Hinspiel in Mainz) gerade zu einladen.

    Wenn das Sonntag nicht nur eine Finte von den Mainzern war…

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