Das goldene Bollwerk

Da haben sie zum Schlag ausgeholt. Pünktlich, keinen Augenblick zu früh, nicht zu spät, sollte man meinen. Musik, Lyrik, Manifeste, Epen & Festschriften: Die Erfinder des “Hans Sarpei – Kults” schnappten sich statt eines Zaunpfahls direkt den kompletten Zaun, und wedelten damit vor der fußballerischen Weltöffentlichkeit wie ein wild gewordener griechischer Abwehrspieler.

Geholfen hat es nichts. Am Ende ist schon wieder der dahergelaufene argentinische Schönwetterspieler Gewinner des goldenen Balls geworden. Ein Hohn, weiß doch jedes Kleinkind, dass Spiele zwar vorne, Meisterschaften aber immer vor dem eigenen Tor gewonnen werden. Konsequenterweise müsste also der goldene Ball in Zukunft eher an die Defensivspezialisten gehen. Es wäre doch schön, wenn sich mal jemand für die Spieler einsetzen würde, die im Verborgenen die Punkte gewinnen. Dann wird die Wahl in den nächsten Jahren mit Sicherheit auch häufiger mal auf unser griechisches Bollwerk fallen. Unweigerlich. Er hat ja schließlich noch locker 18 Profi-Jahre vor sich…

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2 Comments

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2 Responses to Das goldene Bollwerk

  1. hanson41

    leider wird er die 18 Jahre bei seiner Entwicklung nicht in Gänze bei uns verbringen, fürchte ich.

  2. Dein Tweet hat mich hier hin gelockt und ich hatte schon die schlimmsten / besten Vermutungen, gehofft auf den großen Skandal. Und was passiert, ich lese deinen Artikel und habe ein fettes grinsen im Gesicht. Deinen externen Verweis, zum Zaun, musste ich natürlich auch folgen. Ich bin auf alles angesrpungen was dein Artikel her gibt. Bestens.
    Allerdings sollte man bei der Wahl wirklich alle Aspekte auch die für einen Abwehrspieler sprechen mal beleuchten. Gebe dir hier zu 100% recht. Aber unser Papa kann ja auch Tore. :-)

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