Kurze Ecke

Selten konnte man so genau sehen, wie Tore Spielverläufe unmittelbar beeinflussen können. Die Königsblauen waren sich offenbar der Wichtigkeit dieser Partie bewusst, und übten von Beginn an unheimlich viel Druck auf das rumänische Tor aus. Das einzig zählbare Ergebnis war vorerst aber nur eine Reihe an Ecken, die direkt ausgeführt leider für wenig Gefahr sorgten. Dennoch: Über 10 Ecken in nicht einmal einer Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache.

Dann mal ein Versuch: Ecke kurz ausgeführt, leicht reingeflankt, sanft und elegant gepapadopoulost, drin. Bann gebrochen, dachten sich die Jungs dann wohl. Plötzlich stand man tiefer, griff später an, lies Bukarest Platz zum Spielen. Nicht, dass die Rumänen irgendwie durch eine großartige Spielanlage zu beeindrucken wussten, aber in so einem Fall reicht oft eben eine Situation um dem Spiel eine neue Wendung zu geben: Ein schöner Pass, der Fuchs und Matip kurz indisponiert aussehen lies, feiner Abschluss, unhaltbar, drin.

Kurzer Einwurf: Mein großartiges (!) taktisches Verständnis von der Viererkette sagt mir, Fuchs hätte in dieser Situation weiter in die Mitte aufrücken müssen, weil außen kein Gegenspieler mehr stand, womit er den Raum für den Torschützen dicht gemacht hätte, andererseits stand ein paar Meter hinter dem Schützen leicht versetzt noch ein Spieler, der im Zweifelsfall noch nach außen hätte ziehen können. Also doch Matips Mann?

Sorgte das Schalker Tor dafür, dass sich unsere Jungs in Sicherheit wogen und die Geschwindigkeit rausnahmen, schaffte das rumänische Tor nun die totale Unsicherheit. Nichts lief mehr zusammen, absolut katastrophal. Es bedurfte schon einer Verschnaufpause und vermutlich einer ordentlichen Halbzeitansprache, um wieder einigermaßen Ordnung zu schaffen. Und natürlich eines Stürmers, der ab und an zur Stelle ist. Nächste Runde als Gruppenerster gebucht, standesgemäß.

Nun bietet sich am Wochenende die große Möglichkeit an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Die ersten Vier spielen untereinander, so dass Schalke der lachende Fünfte sein kann. Wirklich große Sprünge kann man zwar nicht machen, aber Aufschließen ist durchaus möglich. Und dann geht es auch noch gegen den derzeitigen Tabellenletzten aus Bayern. Gute Ausgangsposition? Wir werden sehen. Normalerweise muss man natürlich klar gewinnen, allerdings muss Schalke auf zwei Defensivbollerköppe verzichten, da Jones und Papadopoulos jeweils eine Sperre absitzen müssen. Mit dem nötigen Drang nach vorne sollte man die Defensive gerade in so einem Spiel derart entlasten, dass dieser Umstand kein Problem sein darf. Also los, ran an die Spitzengruppe!

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2 Comments

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2 Responses to Kurze Ecke

  1. Carlito69

    Das Notiz jetzt wieder da ist, dürfte dem Trainer eine weitere Alternative im defensiven Mittelfeld bieten, ggf sogar bei Bedarf hinten rechts. Schön.

  2. Der allseits beliebte und bekannte Schalke Spieler Notiz!!! Muahahaha! Ha!

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