The next Papadopoulos?

Hatte der FC Schalke doch gerade noch eindrucksvoll gezeigt, wie die Qualität und Leistungsbereitschaft der zweiten Garde aussieht, da musste Huub Stevens schon unfreiwillig auf einen Spieler aus dem Hintergrund zurückgreifen. Marica oder Pukki, so lauteten die Alternativen. Ganz ehrlich: Ich, der den Huub noch immer als den alten, den eher konservativen Trainer sieht, wäre vom Einsatz des erfahrenen Marica ausgegangen. Allerdings konnte man ihn nach seinen letzten Kurzeinsätzen auch nicht wirklich als “Nummer sicher” bezeichnen. Trotzdem.

Doch Stevens wusste mal wieder zu überraschen. Pukki durfte zeigen, dass er nicht nur gegen Schalke eine flinke Überraschung sein kann. Guter Antritt, hohe Geschwindigkeit, Coolness, Zieler umlaufen, drin. Als wäre Teemu Pukki genau der Konterstürmer, der uns mit Ciprian Marica versprochen wurde. Auch beim zweiten Tor konnte der Finne überzeugen. Man muss ja aufpassen, ihn jetzt nicht schon zu überhöhen, aber einen Torriecher scheint der Kerl zu haben. Durch’s Gewühl hat er den Abschluss gesucht und das Tor getroffen. Was für ein Einstand.

Ansonsten war’s wohl ein durchaus interessantes Spielchen, mit ein bisschen Pech (Papadopoulos), ein bisschen Glück (Jones), einem gnädigen Wiedersehen (Pander) und eben dem doppelten Pukki. So richtig konzentriert konnte ich das Spiel dieses Mal aber gar nicht verfolgen, weil das jüngste Mitglied unserer Runde, der Sohn von meinem Kumpel und Kegelpräsidenten Niko, auch dabei war. Seit er laufen kann, hält er die ganze Männerrunde gut in Schach. Den Toren wohnte er zwar mit ziemlich fassungsloser Stille bei, das restliche Spiel wusste er aber durch allerhand Blödsinn, völlig unbeabsichtigt natürlich, zu unterhalten. Alleine spielen ist ja auch Mist (“Ball!”), und so konnte ihn nicht einmal ein von Poschy doch sehr mädchenhaft geworfener Ball vor den Kopf zum Weinen bringen. Ein neuer Papadopoulos?

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4 Comments

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4 Responses to The next Papadopoulos?

  1. Poschy

    ,Mädchenhaft’? Ich glaub’s Dir wohl. Das war ein von der Geschwindigkeit her völlig gut geworfener Ball, der eine perfekte Kopfballvorlage war. Was kann ich dafür, dass der Knirps nicht in der Lage ist, schulmäßig die Nackenmuskulatur anzuspannen und die Stirn zu senken. ich finde, er ist selbst schuld, den Ball ins Gesicht bekommen zu haben. ;)

  2. Der Don

    Scheint das Fußballtalent seines Vaters geerbt zu haben…

    • Phil

      Nein, nicht wirklich. Am Ball ist er seinem Vater schon jetzt haushoch überlegen. Was wohl auch nicht schwer ist.

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