Zwei Jungs machen den Unterschied

So wie es aussieht hält Huub Stevens an seiner Defensivaufstellung fest. Hatte ich zumindest Benni Höwedes’ Auslegung des rechten Verteidigers noch bemängelt, fiel die im Vergleich zu Marco Höger und Atsuto Uchida defensivere Spielweise jetzt nicht so sehr ins Gewicht, und das hatte wohl zwei Gründe: Lewis Holtby und vor allem Julian Draxler. Der Junge hat echt den Unterschied gemacht. Das erste Tor hat er mustergültig von der Grundlinie vorbereitet, das Letzte eher unfreiwillig. Ein eigenes Tor hätte sein Spiel natürlich noch getoppt, den Hünter in der Torjägerliste oben festsetzen macht aber sicher auch Spaß.

Der Typ ist ja auch der Wahnsinn: Da vergibt er zwei superdicke Torchancen, und macht trotzdem noch zwei Buden. Okay, eins war ein Elfmeter, aber selbst da hat er das nötige Glück, damit der Ball noch reingeht. Und völlig bescheuert Jubeln kann er auch. Toll. Beim Elfmeter hätte ich mir aber einen anderen Schützen gewünscht. Papadopoulos hatte so einen tollen Turban. Den hätte er sich schön lässig über die Augen ziehen können, um in “Keanu Reeves mit verbundenen Augen und blind die Welt retten-Manier” das Ding reinzukloppen. Würden sicher viele Leute toll finden, wenn’s funktioniert. Beim nächsten Mal.

Alles in allem ist das vielleicht das beste Spiel seit Stevens Amsantritt gewesen. Hinten für Schalker Verhältnisse durchaus stabil, vorne mit Draxler und Holtby wunderbar schnell und unberechenbar. Wirklich ansprechend. So kann es gerne weitergehen.

War noch was mit Raúl?

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4 Comments

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4 Responses to Zwei Jungs machen den Unterschied

  1. schalker71

    Es geht langsam aber sicher aufwärts. Die Langsamkeit finde ich gut und alles andere auch. Und lasst uns gerne mal einen Rückschlag einplanen. Der wird kommen, wir werden ihn brauchen, damit nicht alle wieder durchdrehen. Aber ich habe echte Hoffnung auf einen richtigen Neubeginn. Ich war skeptisch bei Stevens’ Verpflichtung, jetzt bin ich ein “echter Fan”…

    • Ja, auch ich war skeptisch bzgl. Stevens, dachte, er könne nur verlieren bei einem erneuten Trainerjob bei uns, aber momentan überzeugt er mich gerade vom Gegenteil. Gut so! ;-)

  2. “Und völlig bescheuert Jubeln kann er auch. Toll.”

    *hehe* Ja, das kann er wohl! Schön, dass er momentan auch ausreichend Gelegenheit dazu hat, uns das zu zeigen! ;-)

  3. Wie ich hörte, machen heute zwei ganz andere Jungs den Unterschied. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch ;)

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