Eine Verschwörung?

Es ist schon seltsam. Die erste Halbzeit des Spiels gegen Köln war nahezu identisch zum Spiel gegen Stuttgart. Das Spiel der Knappen war bis zum gegnerischen Strafraum im Grunde nicht schlecht, was dann aber jedes Mal passierte ist eine einzige Katastrophe: Planlose Flanken. Man könnte fast meinen ein paar Spieler haben den Verlust der Schalker Lufthoheit im Sturm noch nicht mitbekommen. So verpuffen die Angriffsbemühungen ein aufs andere Mal.

Und dann kommt es, wie es kommen muss. Normalerweise sollte eine Mannschaft sich defensiv doch doppelt und dreifach absichern, wenn einer der Innenverteidiger an der Seitenlinie behandelt wird. Dachte ich bis gestern zumindest. Das wissen die Schalker jetzt mit Sicherheit auch, denn mit nur drei Verteidigern ließen sich die Kölner nicht allzu lange bitten. Rückstand.

Ausgerechnet Podolski, um einmal mehr eine sportjournalistische Plattitüde zu verwenden. Ausgerechnet. Podolski. Ausgerechnet der Spieler bringt den FC in Führung, der im Vorfeld doch immer wieder mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht wurde, ja, der nach einem heftigen Flirt eigentlich seinen Vertrag bei den Knappen schon so gut wie unterschrieben hatte. Was? Das habt ihr nicht mitbekommen? Okay, die Gerüchteküche hat sich auch eher auf Twitter beschränkt. Und ja, ich geb’ es zu: Ich hatte da ein wenig meine Finger im Spiel.  Wahrscheinlichkeit 04 % würde also vermutlich jetzt in einschlägigen Fußballportalen stehen. Ausgerechnet.

Rückstand also. Schon wieder. Nach einer halben Stunde voller weiterer Flanken, planlosen Angriffspiels und zig Schreckensszenarien in meinem Kopf hatte der Schiedsrichter ein Einsehen. Oder McKenna. Ob man den Elfmeter wirklich geben musste? Keine Ahnung. Egal, Ausgleich zur Pause.

Direkt nach der Halbzeit folgte dann die kleine Pointe des Spiels: Flanke, Kopfball, Tor! Flanke (!), Kopfball (!), Tor(!). Kurzzeitig kam in mir eine verschwörerische Vermutung auf, aber Wunderwasser in der königsblauen Kabine würde kaum eine Erklärung dafür liefern, warum die Kölner alle Verteidigungsversuche einstellten. Eine ordentliche Portion K.O. – Tropfen in den Getränken der Domstädter würde wohl eher das Geschehen auf dem Platz erklären.

Der Rest ist Geschichte. Raúl ist Gott, der Hünter darf in die Kurve und die zweite Halbzeit sorgt für einen Hoffnungsschimmer: Auf ein paar Spiele mit einer ordentlichen Portion Spielfreude…

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1 Comment

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One Response to Eine Verschwörung?

  1. Ja, es waren schon 2 seltsame Halbzeiten, wenn man es rückblickend betrachtet… Aber schön für uns, dass es gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Hoffen wir mal, dass den Verantwortlichen und den Spielern das 5-1 nicht zu Kopf steigt, denn am Samstag war ja auch nicht alles Gold was glänzte, trotz 5-1…

    Ansonsten: sehr schön geschrieben, verursachte einige Schmunzler meinerseits… :-)

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