Die Kür von der Kür

Wenn ich morgens aufwache, ich kann mir nicht helfen, geht der erste Griff zum Handy: Wecker ausschalten. Wenn ich das Teil schon mal in der Hand hab’, kann ich ja direkt mal gucken, wer mir über Nacht gemailt hat. Natürlich niemand. Was für ein Quatsch. Außer Google: “Heutige Termine: Arbeiten!” Wunderbar. Kotz!

Erstmal Kaffee? Ach, wenn man das Handy schon in der Hand hat, kann man auch eben kurz mal bei Twitter reingucken. Gestern: Aufruhr. Theater. Verwirrung. Wahnsinn. Magath weg? WAZ?
Eine, hier in der Gegend für ihre Nähe zum BVB bekannte Zeitungsgruppe, kloppt unmittelbar in der Nacht zu diesem wichtigen Spiel eine solche Meldung raus. Ich fasse es nicht. Eine Kampagne? Vielleicht. Vielleicht nicht.
Zur Ruhe komme ich die nächsten 13 Stunden nicht so richtig. Ich kann nur hoffen, dass niemand bei der Arbeit überprüft, was ich da alles verbockt habe. Naja, vermutlich nicht viel, denn das Zeug könnte auch ein geistig behinderter Affe (mit Flurfördermittelschein) machen… Egal, irgendwas hab’ ich sicher trotzdem versaut.
Lange Rede, kaum ein Sinn: Selten war die Vorfreude auf ein Champions League Spiel so vergiftet. Noch nie  hatte ich so wenig Lust, mir das Vorgeplänkel anzusehen. Selten hab’ ich so sehr gehofft, dass dieses Pressetheater von Leuten wie Matthias Sammer und Olaf Thon nicht zu breitgetreten wird. Nein, so macht das keinen Spaß.
Dann: Der Lichtblick. Das Schalker Team! So wie man es kennt: Der aus den Pokalwettbewerben bekannte Kampf, die schon beinahe lieb gewonnenen Langsamkeiten in der Abwehr (besondere Ehre wird hier Joel Matip zu Teil) und eine irrer Jefferson Farfan. Sowohl offensiv als auch defensiv. Ein Kämpfer vor dem Cheftrainer. Da hätte ich zur Halbzeit der Saison keinen Fünfer drauf gewettet…
Und Mario Gavranovic. Auch, wenn er das wichtige 2:1 gemacht hat, kann man sich sicher sein, dass sein Lupfer kurz vor Schluss Folgen hat, oder zumindest gehabt hätte, wenn die ganze Sache noch schief gelaufen wäre. Zumindest unter einem Trainer namens Felix Magath.
Das nächste Saisonziel ist erreicht. Die Kür, und die Kür von der Kür wurden geschafft, jetzt folgt die Pflicht. Über den Rest wird gesprochen, wenn es so weit ist. Oder ich mich abgeregt hab’. Oder eben auch nicht…
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