Rückstand, Ausgleich, Rückstand, AUSGLEICH!

Als ich 1994 zum ersten Mal in der altehrwürdigen Schüssel im Berger Feld saß, stand im Tor der Knappen bereits ein Mann, der nicht nur mit dem FC Schalke 04 Geschichte schreiben sollte.

Schalke und seine Torhüter. Der Spieler, der vor Jens Lehmann das Schalker Tor hüten sollte, ist mir als Spieler nicht mehr wirklich bekannt, jedoch weiß ich noch genau in der Grundschule mal eine Sammelkarte von ihm gehabt zu haben: Holger Gehrke. Als Lehmann dann im Sommer 1998 zum ersten Mal sein Glück im Ausland suchte, folgte Olli Reck, der mit seinem Spitznamen wohl wenig gesegnet war: Pannen-Olli. Auch wenn er sicherlich in seiner Schalker Zeit den ein oder anderen Aussetzer hatte, sind mir von ihm eher die bodenständig guten bis herausragenden Leistungen in Erinnerung geblieben. Außerdem konnte er sich mit zwei DFB-Pokalsiegen für immer in der Schalker Ruhmeshalle verewigen.
Auf Olli Reck folgte 2002 mit Frank Rost ein weiterer Bremer, sodass wir heute froh sein können, diese Tradition nicht weitergeführt zu haben. Rost konnte seinen Teil in den kommenden Jahren nur zu zweiten Plätzen beitragen. Außerdem wird er als der Keeper im Gedächtnis bleiben, der von Manuel Neuer verdrängt worden ist. Die Bedeutung von Manuel Neuer für Schalke 04 ist auch ohne einen einzigen Titel schon immens und muss hier sicherlich nicht weiter breitgetreten werden. Deswegen kehre ich jetzt zu Jens Lehmann zurück.
Der größte Erfolg Jens Lehmanns im Trikot der Knappen war zweifelsohne der Uefa-Cup Triumph von Mailand. Als Elfmeter-Hexer hatte er einen maßgeblichen Anteil am Titelgewinn. Ähnlich seiner Zettel-Show von Berlin, hatte er auch 1997 schon einige Tricks auf Lager. So soll er dem letzten Inter-Schützen Aron Winter bei der Ballübergabe den Satz “I keep standing in the middle!” zugerufen haben, um ihn dazu zu bewegen möglichst weit vom Zentrum weg zu zielen, was Winter auch brav in die Tat umsetzte.
Aber Lehmann hatte noch eine ganz große Szene in seiner Zeit auf Schalke, die ihn in meiner kleinen Themenwoche hier erscheinen lässt.

Später hat Jens Lehmann übrigens noch bei Arsenal gespielt, und in Stuttgart. Sonst noch was? Ach ja, in der Nationalmannschaft…

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2 Comments

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2 Responses to Rückstand, Ausgleich, Rückstand, AUSGLEICH!

  1. Matthias

    >Jaja, Lehmanns Kopfballtor. Da war ich damals auch im Wellblechpalast. Wirklich ein Höhepunkt in meinen Erinnerungen. Schön…

    Meine Erinnerung sagt mir jedoch auch, dass Gehrke nicht vor Lehmann gesetzt war, sondern beide nach dem Abgang von Werner Vollack gleiche Chancen hatten. Das Tor hat gerade in der ersten Zeit einige Wechsel durchlebt und insbesondere nach dem Straßenbahn-Spiel in Leverkusen sah es nicht so aus, als könne Lehmann bei uns tatsächlich die Nummer 1 werden.

    In deiner Aufzählung der Jenselmann-Stationen fehlt übrigens noch ein wichtiger Baustein. Ein Verein, der auf eine große Tradition und eine noch größere Lokalrivalität zurückblicken kann: AC Mailand!

  2. Phil

    >Hm, Lokalrivalität und Tradition, Lokalrivalität und Tradition… Kommt mir bekannt vor. AC Mailand also, stimmt! Da ist er auch mal gewesen. Gespielt hat er da aber nicht, oder? :-)

    Ist es 92-94 wirklich so gewesen, dass wir zwei gleichberechtigte Torhüter hatten? War mir gar nicht bekannt, aber als ich zum ersten Mal da war, war Gehrke schon weg, und Lehmann die Nummer 1. Bin halt noch nicht alt genug…

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