Dürfen wir das?

Als unser Spieler Demba Ba Luiz Gustavo dann offiziell und leidenschaftlich-emotional um die Freigabe gebeten hat, mussten wir neben den berechtigten Interessen des Vereins auch die Erwartungshaltung des Spielers in die Waagschale werfen und uns damit auseinandersetzen.
Zudem hat mir meine Menschenkenntnis und Lebenserfahrung signalisiert, dass wir Gefahr laufen, dass der Junge daran zerbricht, wenn wir ihm diese Chance verbauen, zumal jeder weiß: Demba Ba Luiz ist kein Schauspieler, sondern ein grundehrlicher Sportsmann.
Nach der Absage des Premier League Vereins der Bayern, Demba Ba Luiz im Sommer einen Vertrag zu geben, sondern jetzt oder gar nicht, gerieten wir in echten Zugzwang:
Durften wir das Risiko eingehen, einem Spieler diese Chance zu nehmen und ihn damit mental möglicherweise zu zerstören?*
Ja, dürfen wir das, oder ging es in Wirklichkeit nur um die Kohle?
Im Grunde liegt es mir ja fern, die Geschehnisse bei anderen Klubs zu verurteilen, gerade weil es bei Transferwünschen von Spielern oder Transfermodalitäten insgesamt eher undurchsichtig zugeht, siehe auch die Farfán-Geschichte. Aber manches ist einfach zu seltsam. Es ist zwar nicht verwunderlich, dass Spieler bei guten Angeboten verkauft werden, dann aber die möglichen (mentalen und somit gesundheitlichen) Folgen für die Spieler in den Vordergrund zu stellen, ist in meinen Augen verlogen…
*basierend auf dem Brief von Dietmar Hopp an die Hoffenheim-Fans, veröffentlicht auf “1899 Freunde“.

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