Das letzte Schalker Urgestein

Bei einem so unfassbar großen Kader, wie Schalke 04 ihn derzeit unterhält, ist es sonnenklar, dass Spieler gehen müssen. Dass es dabei auch mal einen Publikumsliebling trifft, bleibt nicht aus, so schade das ist. Bei Gerald Asamoah macht mich das allerdings nur bedingt traurig, denn in diesem Fall ist es lediglich ein Abschied auf Zeit, denn Gerald Asamoah wird, laut Vereinshomepage nach seinem Intermezzo in Hamburg zurückkehren. Außerdem ist es einem wie ihm zu gönnen, nochmal ein paar Bundesligaspiele zu machen und vielleicht einem absoluten Kultverein zu helfen, sich in der Klasse zu etablieren. Schön, wenn das passen würde.

Bei uns spielte Asamoah schließlich in der vergangenen Saison nur eine Nebenrollen, zumindest wenn es um Einsätze ging. Nach gewonnenen Spielen hat sich nämlich kaum einer so gefreut wie er. Grundsympathisch, scheinbar immer für die Mannschaft da, und genörgelt hat er meines Wissens auch nicht großartig über mangelnde Einsatzzeiten. Man könnte ihm jetzt unterstellen, dass er einfach mit seinem breiten Grinsen im Gesicht seinen Vertrag aussitzen wollte, aber das glaube ich nicht, denn Wechselgerüchte gab immer immer mal wieder. Und zwischen den Spielzeiten oder in der Winterpause hat er sich schon dahingehend geäußert, spielen zu wollen. Allerdings hat er in der Saison nie Unruhe verbreitet. Wenn man ihn brauchte, war er immer da, und wenn es “nur” ums Feiern ging.
In den letzten Tagen habe ich auf Youtube eine mehrteilige Dokumentation zum Uefacup-Sieg 1997 gesehen. Bei den Bildern von Youri Mulder nach seiner Verletzung fühlte ich mich ein wenig an Gerald Asamoah erinnert. Immer hat er wie ein Fan mitgefiebert, und nach den Spielen war er der Erste, der gefeiert hat.
Ohne Gerald wird das schon komisch nächste Saison, aber nun gibt es noch einen Grund, zum Spiel nach St. Pauli zu fahren. Auf ein Wiedersehen mit dem letzten Schalker Urgestein. 

Update: Die Fotogalerie zu 11 Asamoah Jahren auf der offiziellen Homepage kann sich durchaus sehen lassen!

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