Les Lions Indomptables – Die unzähmbaren Löwen

Zurück auf den Gastgeberkontinent. Zentralafrika, Kamerun um genau zu sein. An Kameruns Geschichte kann man die Kolonialentwicklung recht gut nachvollziehen. Waren es zuerst portugiesische Seefahrer, die in Kamerun landeten, fiel das Land später unter deutsche Herrschaft. Nach dem ersten Weltkrieg wurde es vom Völkerbund aufgeteilt und in die Verantwortung von England und Frankreich übergeben. Im Grunde genommen eine äußerst törichte Vorgehensweise. Nach dem zweiten Weltkrieg fand ein Umdenken statt. Der Völkerbund wurde ich die UNO umgewandelt, dessen Ziel es war, alle ehemaligen Kolonien als Treuhandmandate langsam in die Eigenständigkeit zu führen. In Folge des Weges in die Unabhängigkeit entschieden sich die Teile des aufgespaltenen Kameruns für verschiedene Wege. Der französische Teil wurde eigenständig und das südliche Gebiet des britischen Teils schloss sich an. Der nördliche Teil des britischen Gebiets entschied sich für einen Anschluss an Nigeria. Der Zusammenschluss der beiden Teile ist auch der Grund für die zwei Amtssprachen, Englisch und Französisch.

Die Nationalmannschaft Kameruns kann auf fünf WM-Teilnahmen zurückblicken. In Italien 1990 schaffte sie es als erste afrikanische Mannschaft überhaupt in ein Viertelfinale einer Weltmeisterschaft. Das ist allerdings bis heute der größte Erfolg. Mit dabei war damals der 38 jährige Roger Milla, der mit seinen Toren inklusive Jubel für Aufsehen sorgte. Bis heute ist er mit 42 Jahren der älteste Torschütze einer Weltmeisterschaft.
In Südafrika müssen sich die Löwen mit unseren Nachbarn aus den Niederlanden, Dänemark und Japan messen. Gegen Letztere werden sie ihr Auftaktspiel am 14. Juni bestreiten.

 

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