Wiedersehen macht Freude

 

Mirko Slomka ist vielen Schalkern noch bekannt.
Unerfolgreich war er nicht, dieser Mirko Slomka. 2007 nur knapp an Bochum, Dortmund und der Meisterangst der Spieler gescheitert. Nach dem knappen CL-Aus gegen den großen FC Barcelona und einer Klatsche bei Werder Bremen war Schluss mit Mirko Slomka und Schalke 04. Man erinnert sich: Der Start war schon nicht gut, wie bei seinem Vorgänger Rolf Ralf Rangnik. Aber der Führungsstil von Rudi Assauer war halt auch irgendwie eigenwillig.
Der nette Herr Slomka hatte keinen guten Stand in der Öffentlichkeit. Inwiefern Assauer mit seinen Aussagen bei der Pressekonferenz zur Beförderung Slomkas dazu beigetragen hat, kann sich jeder selbst überlegen. Zumindest ich seh’ das schon mal so, dass man sich in der Vergangenheit das Leben eher selbst schwer gemacht hat, als das den Gegnern zu überlassen. Jetzt hat ein Mann das Sagen, größer kann der Kontrast wohl nicht sein.
Mirko Slomka, und sein Betreuerstab: Damit lässt er wohl sogar Jürgen Klinsmann alt aussehen. Techniktrainer, Konditionstrainer, Physios, Sportwissenschaftler, Psychologen, Köche, Nagelpfleger, was weiß ich nicht alles.
Mirko Slomka, der Mann der scheinbar nichts unversucht lässt. Eigentlich, so dachte ich, muss ihm das in seiner Situation zu Gute kommen. Ein Verein, von einem Schicksalsschlag gebeutelt, im Abwärtsstrudel, da braucht man schon mal  verrückte und ungewöhnliche Ideen.
Eingeschlagen hat er damit nicht, zumindest nicht direkt. Nur 7 Punkte nach Weihnachten, letzter Platz in der Rückrundentabelle, das sieht auf den ersten Blick richtig schlecht aus. Allerdings zeigt die Kurve nach oben. Eine gefühlte Ewigkeit keinen Punkt, dann eben diese 7 Punkte aus nur 5 Spielen, für jemanden der Hinten steht ist das viel. Der Abstand zum Relegationsplatz ist nur noch 1 Punkt. Zünden die Versuche von Slomka nun doch? Ein kurzfristig anberaumtes Trainingslager, danach ein Punkt in Hamburg, klingt doch schon mal gut. Eine halbe Stunde hat man sogar in Unterzahl gespielt. Da ich das Spiel nicht komplett gesehen hab, kann ich mir leider kein Bild vom Zustand der Hamburger, und damit der Leistung der 96er machen.
Auf jeden Fall sind die Hannoveraner sicher überglücklich wenn diese Saison vorbei ist, für die Schalker könnte es noch ein paar Monate länger gehen. Hannover kann am Samstag einen großen Schritt in Richtung Relegationsplatz machen, Schalke kann das Meisterschaftsrennen spannend halten.
Ich für meinen Teil habe mich gefreut, als Mirko Slomka endlich wieder einen Trainerposten hatte. Gegönnt hätte ich ihm auch einen größeren Verein unter besseren Vorzeichen. Jetzt muss er eben mit Hannover die nötigen Punkte sammeln. Aber es reicht, wenn er am 31. Spieltag in München damit anfängt, dieser nette Herr Slomka!
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1 Comment

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One Response to Wiedersehen macht Freude

  1. skAndy

    >…wenn er dann noch darf! Presse und Bloggerwelt scheinen sich ja einig zu sein, dass es das letzte Slomkaspiel sein könnte. Ein unglaublicher Schwachsinn, meines Erachtens. Entweder schmeisse ich einen Trainer VOR den Begegnungen gegen Schalke und Bayern raus, oder halte ihn darüber hinaus. Aber solche Spiele als Maß zu nehmen ist doch Irrsinn! Naja, Vielleicht schafft er's ja! Ich hoffe natürlich, genau wie du, dass er es nicht im nächsten Spiel tut!

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