Statistikecke

Im Herbst 2010 hatte ich mich mal gefragt, wie sich Mannschaften in einem, auf eine Trainerentlassung folgenden, Spiel schlagen. Ein wenig hatte ich in der Vergangenheit recherchiert, und dann die weiteren Entwicklungen abgewartet. Vor einem Jahr gab es dann auch einen zweiten Teil. Zwar hab’ ich danach nichts mehr zum Thema hier veröffentlicht, allerdings lief meine Zählung im Hintergrund natürlich weiter. Nun, nachdem Hertha mit gleich zwei Entlassungen und darauffolgenden Niederlagen die Statistik wieder einigermaßen ausgeglichen hat, ist es an der Zeit, eine aktuelle Version zu veröffentlichen.

Inspiriert von Tobis Hunter-Counter werde ich diese Statistik* nun dauerhaft und hoffentlich stets aktualisiert für jeden sichtbar in die Sidebar reinbasteln.

2009/10

  • Jörn Andersen - Mainz – 0. Spieltag, Remis gegen Leverkusen
  • Dieter Hecking - Hannover – 2. Spieltag, Sieg in Nürnberg
  • Marcel Koller - Bochum – 6. Spieltag, Sieg in Nürnberg
  • Lucien Favre - Hertha – 7. Spieltag, Niederlage gegen Hamburg
  • Markus Babbel - Stuttgart – 15. Spieltag, Remis in Mainz
  • Michael Oenning - Nürnberg – 17. Spieltag, Niederlage auf Schalke (nach der Winterpause)
  • Andreas Bergmann - Hannover – 18. Spieltag, Niederlage in Mainz
  • Armin Veh - Wolfsburg – 19. Spieltag, Remis in Hamburg
  • Bruno Labbadia - Hamburg – 32. Spieltag, Heimsieg gegen Nürnberg
  • Heiko Herrlich - Bochum – 32. Spieltag, Niederlage in München

2010/11

  • Christian Groß - Stuttgart – 7. Spieltag, Remis auf Schalke
  • Zvonimir Soldo - Köln – 9. Spieltag, Sieg gegen den HSV
  • Jens Keller - Stuttgart – 16. Spieltag, Niederlage gegen Bayern
  • Steve McClaren - Wolfsburg – 21. Spieltag, Niederlage gegen den HSV
  • Michael Frontzeck - Mönchengladbach – 22. Spieltag, Sieg gegen Schalke
  • Armin Veh - Hamburg – 26. Spieltag, Heimsieg gegen FC Köln
  • Felix Magath - Schalke 04 – 26. Spieltag, Niederlage bei Bayer 04
  • Pierre Littbarski - Wolfsburg – 26. Spieltag, Remis in Stuttgart
  • Michael Skibbe - Frankfurt – 27. Spieltag, Remis in Wolfsburg
  • Louis van Gaal - München – 29. Spieltag, Sieg gegen Bayer 04
  • Frank Schaefer - Köln – 31. Spieltag, Sieg gegen Bayer 04
2011/12
  • Michael Oenning - Hamburg – 6. Spieltag, Sieg in Stuttgart
  • Markus Babbel - Berlin – 17. Spieltag, Niederlage in Nürnberg (nach der Winterpause)
  • Marcus Sorg - Freiburg – 17. Spieltag, Sieg gegen Augsburg (nach der Winterpause)
  • Holger Stanislawski - Hoffenheim – 20. Spieltag, Remis in Bremen
  • Michael Skibbe - Berlin -21. Spieltag, Niederlage gegen Dortmund

 

Insgesamt ergibt sich folgendes Resultat: 10/7/9 – (Sieg/Remis/Niederlage)

Wem das zum Erkenntnisgewinn noch nicht reicht, für den gibt’s hier noch eine Kleinigkeit: Welches Team muss/darf am häufigsten gegen eine Mannschaft mit gerade beurlaubtem Trainer spielen*?

Leverkusen: 4

Nürnberg: 4

Hamburg: 4

Schalke: 3

Mainz: 2

Stuttgart: 2

Bayern München: 2

Wolfsburg: 1

Köln: 1

Augsburg: 1

Bremen: 1

Dortmund: 1

*Beide Statistiken beschränken sich auf die 1. Bundesliga ab der Saison 2009/10.


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Eine Beschwerde als Randnotiz

Gala? Naja.

Zwar was das, was die Mannschaft über weite Strecken geboten hat, durchaus ansehnlich, allerdings haben es die Wölfe nicht wirklich schwer gemacht. Anders, als beispielsweise gegen Pilsen, hatte man das Mittelfeld im Gunde komplett für sich. Jeder Ball konnte angenommen und mit der (noch) nötigen Zeit wieder verteilt werden. Hatte man gegen Pilsen keine zwei Zentimeter Platz um den nächsten Schritt zu tun, mussten die Jungs gestern schon richtig Ausschau halten, um den nächsten Gegenspieler zu erblicken. Wenn das denn nicht so verrückt wäre, könnte man meinen, Magath wollte Raúl noch einmal in Höchstform selbst im Stadion erleben, und ließ ihm daher alle Räume offen.

Klar, verrückt. Aber endlich war es mal wieder so, dass Raúl im Ballbesitz mit Gefahr für’s gegnerische Tor gleichzusetzen war. Gar nicht mal, wegen seiner eigenen Torgefahr, viel mehr, weil er es vorzüglich schaffte, seine Kollegen in Szene zu setzen. Zuckerpässe am laufenden Band waren zu bestaunen. Aber auch Marco Höger im zentralen Mittelfeld, und die neue alte rechte Seite mit Uchida und Farfán wussten durchaus zu überzeugen. Nur mit dem Hünter könnte man hart ins Gericht gehen: Eine vergebene Hundertprozentige und ein verschossener Elfmeter? Das kann er sicher besser. So lang er trotzdem noch zwei feine Tore macht, bleibt die Beschwerde allerdings eine Randnotiz.

In der zweiten Halbzeit schlug dann die Stunde von Timo Hildebrand. Hatte Lars Unnerstall in den ersten 45 Minuten noch brillant gegen Orozco pariert, musste er in der Pause ausgewechselt werden. Schultereckgelenksprengung – schon die zweite üble Verletzung eines Schalker Schlussmannes in dieser Saison. Wurde die Verpflichtung Timo Hildebrands, neben der von Marica, von vielen Seiten als großer Fehler in Horst Heldts Personalpolitik gesehen, rückte er urplötzlich in den Fokus, und machte seine Sache tatsächlich, im Rahmen des Wolfsburger Angriffsspiels, sehr gut. Da Lars Unnerstall wohl mehrere Wochen ausfallen, und Matthias Schober vom Trainerteam allenfalls als Trainingstorwart und “Gute-Laune-Mann” gesehen wird, hat Hildebrand nun über einen längeren Zeitraum die Chance seine Verpflichtung zu rechtfertigen. Mal sehen, vielleicht empfiehlt er sich ja tatsächlich als neue Nummer 1 auf Dauer.


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Wie manche die Mannschaft begrüßen:

Verkündung der Startaufstellung:

36 Lars Unnerstallletztes Spiel im Alleingang verkackt!

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21 Christoph Metzelder - verdammte Zecke, und dann auch noch Kapitän!

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22 Atsuto Uchida - Kann gar nichts!

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23 Christian FuchsSpielt sich auch nur noch Mist zusammen!

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7 RáulSelbst der bringt es nicht mehr!

17 Jefferson Farfán - Geldgeiler Penner!

 

Die Bank:

34 Timo Hildebrand

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8 Ciprian Marica

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18 Jurado

11 Baumjohann

Hätte man ALLE NIEMALS holen dürfen!

Na, dann mal Glück auf, ne?


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Wenigstens kämpfen

Joar, doch. Man könnte es eine kleine Krise nennen, in die Schalke aktuell geraten ist. Defensiv trotz enormen Potenzials unsicher, offensiv trotz internationaler Topspieler ohne Wumms. Man muss sich wirklich fragen, wie man es schaffen konnte, in diversen Spielen mehr als ein Tor zu erzielen, denn momentan ist das irgendwie unvorstellbar.
Es mangelt gerade schlicht an der nötigen Kreativität, an Spielwitz. Solche Phasen gibt es. Da kommen dann verschiedene Faktoren zusammen. Fehlende Spieler und eine gut stehende gegnerische Hintermannschaft sind derzeit Schalkes großes Problem. Wenn dann auch noch einzelne Spieler, gestern Christian Fuchs, einen rabenschwarzen Tag erwischen, kann es schnell unangenehm werden. Und plötzlich spielt sich eine komplette Mannschaft die Slapstick-Spirale hoch. Sicher lustig, wenn man neutral ist, Betroffene finden es eher so mittel.

Spätestens dann hört man die ersten Parolen nach “wenigstens kämpfen”-Art. Der völlig falsche Ansatz, meiner Meinung nach. Ein sowieso schon durcheinander laufendes Spiel biegt man nicht, indem man auch noch wie aufgestochen auf die Gegner und den Ball losgeht. Im Spiel, wie auch in der aktuellen Gesamtsituation gilt wohl eher Folgendes: Sich sortieren, Ruhe bewahren, und größeren Schaden abwenden.

Gestern ist zumindest letzter Punkt doch noch einigermaßen gelungen. In der KO-Phase auswärts ein Remis mit eigenem Torerfolg zu erzielen, ist so schlecht nun auch wieder nicht, hält es doch alle Möglichkeiten für ein Weiterkommen nächste Woche offen. In der Bundesliga ist es nun an der Mannschaft, im kommenden Spiel den größeren Schaden abzuwenden. Wenn man am Ende aus der Großaufgabe Mainz/Borussia/Wolfsburg/Bayern mit 4 oder 5 Punkten hervorgeht, ist das sicherlich insgesamt gesehen nicht optimal, ein Beinbruch ist es aber, ob des vorher herausgearbeiteten Vorsprungs auf Platz 5, ganz bestimmt auch nicht.


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Zu spät

Da musste ich schon ein zweites Mal hingucken, als vor dem Spiel die Aufstellung eingeblendet wurde. Zum einen, weil ich viel zu spät in der Kneipe meines Vertrauens auftauchte, und alle guten Plätze in Leinwandnähe schon besetzt waren. Zum anderen, weil Stevens, wie schon gegen Mainz, auf eine recht offensive Variante setzte.

Dass diese Ausrichtung gegen schnell kombinierende Teams nicht so richtig funktioniert, hat schon das Spiel gegen Mainz gezeigt. Da fehlen einfach die etatmäßigen Sechser, die offenbar tatsächlich in der Hinrunde großen Anteil an der Ordnung der Defensive hatten. Hätte ich, ehrlich gesagt, in diesem Umfang nicht erwartet. Es ist halt echt viel wert, wenn man einen Stürmer mal schon fünfzehn Meter vor’m Sechzehner stoppen kann. Ein Jurado, auch wenn er sich in den letzten beiden Spielen ein wenig anbot, hat die Möglichkeiten schlicht nicht. Wenn diese schnellen Gegenspieler dann mit Ball am Fuß in Strafraumnähe kommen, tun sich unsere Verteidiger einfach sehr schwer, die richtigen Mittel zu finden.

Zwei Spiele müssen wir nun noch auf Jermaine Jones verzichten. Lewis Holtby scheint zumindest inzwischen wieder trainieren zu können. Bleibt abzuwarten, wann er wieder eingreifen kann. Bis dahin sollte Huub Stevens sich zumindest einen Tick auf das Spiel zurück besinnen, dass ihm so oft nachgesagt wird, und sich eine Sechser-Variante ausdenken, bei der das Team aus einer einigermaßen funktionierenden Defensive die nötige Sicherheit zieht, vernünftig anzugreifen. Es ist ja wohl ein totales Unding, vorne Spieler wie Raúl und Huntelaar rumlaufen zu haben, und es dann nicht zu schaffen, sie wenigstens einmal gut in Szene zu setzen.


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Zwischen Sicherung des Erreichten und geheimen Titelträumen

Es war der Aufreger vor der Winterpause. Dem Hünter gehen die Nerven durch, Wolfgang Stark auch und Jermaine Jones bestätigt sein Image gleich doppelt. Mittendrin die Karikatur eines Stadionsprechers. Dann gingen auch die Pferde mit Papadopoulos durch. Die Wände und Türen der Katakomben des Borussiaparks zittern noch immer wie Espenlaub, bei der Erinnerung an die Minuten nach dem Spiel, erzählt man sich.

Die Rollenverteilung war nach dem Spiel klar: Der Medienliebling dieser Saison zog verdient gegen rüpelhafte Schalker in die nächste Pokalrunde ein. Kann man nichts gegen sagen, stimmte in dem Moment wohl auch so, in fast allen Belangen. Was nicht ins Bild passte, wurde ausgeblendet.

Nur gut, dass sich Gladbach unmittelbar vor’m neuerlichen Aufeinandertreffen vom Saubermann-Image verabschiedet hat. Ganz Fußballdeutschland hat gesehen, wie sich Gladbach nach einem Grottenkick durch einen glasklaren Betrug in die nächste Runde schummelte. Das ist aus meiner Sicht sogar direkt in mehreren Belangen ein großer Vorteil. Zum einen wird de Camargo es in Zukunft, und da auch mal das Spiel am Samstag zu, sehr schwer haben, in engen Szenen einen Pfiff zu seinen Gunsten zu bekommen. Wie schwer es mit einem gewissen Ruf werden kann, kennt man ja bereits von anderen Tieffliegern.

Weiter ist es natürlich nur in meinem Sinne, neben Fürth noch zwei absolute Hochkaräter im Halbfinale des DFB-Pokals wieder zu finden. Irgendwer wird es ja hoffentlich schaffen, einen schwarzgelben Triumph in Berlin zu verhindern. Und wenn der Buyo es richten muss. So sind zumindest aber die Chancen durchaus real.

Kommen wir zum Spiel. Die drei Verfolger Leverkusen, Bremen und Hannover dürften wohl in freudiger Erwartung sein, werden sich die eigentlich schon längst einteilten am Wochenende vielleicht gegenseitig, zumindest einseitig, Schaden zufügen. Zumindest der Qualifikationsplatz für die Champions League könnte so wieder in Sichtweite geraten. Schalke und Gladbach müssen natürlich dagegenhalten, und je nach Ambition vielleicht gar den Blick nach oben richten. Irgendwo zwischen Sicherung des Erreichten und geheimen Titelträumen können wir also auf ein packendes Spiel hoffen, in dem die Gladbacher mit 120 Minuten Pokaltortur in den Knochen auf 11 Schalker treffen, die einiges wieder gut zu machen haben. Und das in einem Abendspiel, die Vorfreude steigt.

Einwurf: Gerade hab’ ich bei Matthias gesehen, dass Jermaine gar nicht doppelt ausgeflippt ist. Der Platzverweis fußte in einer üblen Unsportlichkeit von: Na? Natürlich Igor de Camargo!


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Gegnerstudium? Auf den letzten Drücker!

Ein Heimspiel sollte eigentlich gewonnen werden, so viel steht fest. Geht es gegen ein Team aus den unteren Tabellenregionen, gilt das umso mehr. Der Punktverlust gegen die Mainzer kann also im Grunde nicht zufriedenstellend sein, jedoch birgt das Spiel vom Samstag einige positive Erkenntnisse.

Fangen wir jedoch erstmal mit dem Negativen ein: Wieder ist die Mannschaft in Rückstand geraten, und was soll ich sagen? So langsam nervt es dann doch, immer hinterher zu hecheln. Man hat zwar irgendwie immer das Vertrauen, (da wo früher höchstens die Hoffnung war,) dass noch mindestens ein Tor erzielt wird, aber irgendwann kommt eben der Gegner, gegen den man nicht nur knapp ins Hintertreffen gerät, sondern nach einer desolaten ersten Hälfte mit 3 oder 4 Buden hinten liegt. Insgesamt könnte man so ein bisschen das Gefühl haben, der Trainer nutzt die Woche vor den Spielen zwar zum Training, den Gegner studiert er allerdings erst im tatsächlichen Spiel, denn seltsamerweise ist die Mannschaft in den zweiten 45 Minuten immer sehr viel besser auf- und eingestellt. Das ergibt ja auch Sinn, denn wann kann man den Gegner besser begutachten, als gegen die eigene Mannschaft?

Kommen wir also zu den positiven Erscheinungen, die zwangsläufig der zweiten Hälfte entspringen. Nehmen wir beispielsweise Obasi: Machte er in seinen ersten beiden Partien über die rechte Seite als Farfán-Ersatz einen guten Eindruck, war er gestern zwar immer bemüht, allerdings oft unglücklich. In der Pause musste er dann eben für Farfán auf die andere Seite weichen, und unterstrich prompt die Flexibilität, die ihm der Trainer in der Pressekonferenz vor dem Spiel noch bescheinigt hatte, mit einem sehenswerten Treffer. Dass ein fitter Jefferson Farfán ebenso als positiv zu für das Schalker Offensivspiel zu werten ist, muss eigentlich kaum noch gesagt werden. Ein oft beschriebenes “entweder Farfán/oder Obasi-Szenario” ist seit gestern auf jeden Fall auch in eine andere Richtung denkbar.

Bleibt das Rätsel Jurado. Von der Bank kommend, hat er es nun zweimal hintereinander geschafft, dem Spiel zumindest ein Stempelchen aufzudrücken. Beide Male passierte dies nach einem Rückstand, was ich zusätzlich bemerkenswert finde. Die Frage ist nur: Wann schafft er das endlich über eine komplette Spieldauer? Denn wenn das klappt, könnte Schalke vielleicht auch mal in der ersten Hälfte einen aufgeweckten Fußball spielen.


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Rückkehrer

Christian Fuchs – Im Hinspiel ist er der große Buhmann gewesen. Gellende Pfiffe bei jedem Ballkontakt, bei Freistößen lang anhaltend, laut. Dass das nicht spurlos vorüber ging, hat man ihm angemerkt. Es ist also nicht jeder Spieler ein Olli Kahn. Gut so, das wäre ja auch unerträglich. Trotzdem hat er sich nicht gefügt, sondern sich ins Spiel gewühlt, und am Ende sogar mit einem tollen Tor belohnt, um dann im Moment der großen Genugtuung völlig ruhig zu bleiben, und beinahe noch von Lewis Holtby über den Haufen gelaufen zu werden. Respekt. Ich hätte mich mindestens zu einem “Gerald Asamoah Kopf-ab-Gruß” hinreißen lassen.

Am Samstag könnte Christian Fuchs nun mit Heimpublikum im Rücken gegen seinen alten Klub von Beginn an richtig schön aufspielen, dass die Mainzer Pfeifen sich an ihren Fingern verschlucken. Könnte, denn ausgerechnet(!) der Österreicher ist für den Kader mit einem fetten Fragezeichen versehen. Noch vor einer Woche hätte mich der etwaige Ausfall eines weiteren Stammspielers wahnsinnig gemacht. Das letzte Spiel und die Nachrichten vom Trainingsplatz unter der Woche wirken dem aber entgegen. Die anderthalbte Garde hat zumindest 45 Minuten in Köln sehr überzeugt und mit Benni Höwedes und Raúl  kehren zwei Stammspieler zumindest wieder in der Kader zurück. Das sind ja doch noch ganz gute Aussichten, die schöne Serie fortzusetzen. Obwohl ich mich frage, wer ihn wohl ersetzen könnte. Hans Sarpei?


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Der alte Mann und Podolski

Wenn eine Mannschaft eine ganze Reihe Ausfälle zu kompensieren hat, dann geht das oft nicht spurlos vorbei. Es kommt zu Spielerwechseln und gegebenenfalls taktischen Umstellungen. Die nachrückenden Spieler weisen im Normalfall nicht die Qualität des Stammpersonals auf, und selbst wenn sie nah dran sind, fehlt einfach die Spielpraxis. Es kommt zu Missverständnissen, Fehlpässen und unzureichende Absprachen werden offensichtlich. Und dann steht es nach 4 Minuten 1:0.

Auch wenn – neben Marco Höger, der den Ball verliert – auch Metzelder beim Gegentreffer überhaupt nicht gut aussieht, muss man da wohl Abstriche machen. Podolski kommt mit einem so großen Tempo Richtung Tor, dass der ältere Schalker Kapitän wohl schlicht verhindern will, überlaufen oder umspielt zu werden, also setzt er zum Rückwärtsgang an. Eigentlich keine schlechte Idee. So muss der Stürmer entweder das Tempo rausnehmen, oder eben Schießen. Aus 20 Metern mit Keeper im Tor ein überschaubares Risiko, wenn der Schuss nicht aus Podolskis linkem Fuß kommt. Pech gehabt.

Wieso allerdings ab der 60. Minute das “FC-Syndrom” zum Tragen kam, muss vielleicht eher ein FC-Blogger erklären. Dass es allein an den Umstellungen der Knappen-Elf lag, kann ich mir nämlich beim besten Willen nicht vorstellen. Im Grunde kann es uns aber auch egal sein. Trotz Ausfällen von Leistungsträgern konnte wieder ein deutlicher Sieg eingefahren werden. Man kann derzeit durchaus zufrieden sein.


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Dem @nontec von der Schippe gesprungen…

Klar, bei den Poldi-Späßen waren alle immer direkt dabei. Droht die Rache, wird sich direkt von einem abgewandt.

Dass dieser Tweet auf mehrfache Zustimmung stieß, muss ich sicherlich nicht erwähnen. Da wundert sich der gute nontec wirklich noch?

Der @ traut sich auch schon nicht mehr raus in die Twitterwelt ;-)
@nontec
Christoph Nonte

Bis zur 72. Minute musste ich um mein Wohlergehen fürchten, hoffen, dass sich Poldi mit einem Treffer zufrieden gibt und auf königsbeautyfarbener Seite sich jemand meiner erbarmt.

Ciprian, an mein Herz!
@TurnhallenPhil
Phil v. d. Turnhalle

Marica? Okay, in meiner Situation ist es ja auch egal, wer es macht. Auf jeden Fall hab’ ich offenbar noch mal ganz viel Glück gehabt…

"voodoopuppevom @ wiedereinpack"
@nontec
Christoph Nonte


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